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AKAI APC40 vs NI Maschine vs M-AUDIO AXIOM 25

Sonntag, 28. Juni 2009

Diesen Freitag gabs wieder bei mir eine „Music-Production-Schulung“ mit dem Thema „Making Music with Ableton Live“ in gemühtliche Athmosphere zwischen leckere Pizza von Osetira (http://www.speisekarte.de/restaurant/nuernberg/losteria) und kühlen Becks. Danke nochmal an alle Music-Production-Sleeqer (http://www.sleeq.de) für den lehrreichen Abend! Wie versprochen wurde diesmal nur Praxisübungen gemacht. Denke, dass die zwei vorangegangenen Theorie-Session als ausreichend empfunden wurden 😉 Dabei hatte ich Gelegenheit meine Neuanschaffung AKAI APC40 direkt mit der Native Instruments The Maschine von Chris (http://www.chezchris.de/) und Michas (http://www.sleeq.com/de/people/mistario) M-AUDIO Axiom 25 zu vergleichen. Die zentrale Frage war: Welches dieser Tools eignet sich am ehesten für den Einstieg in die Producer-Welt?

AKAI APC40 (http://www.akaipro.com/apc40)
Gleich vorweg: Eigentlich hinkt der Vergleich, da das Akai-Tool eindeutig fürs Performen entwickelt wurde. Sprich: Hab schon meine fertige Tracks und will die auf nem Gig ergonomisch auf der bunten Oberfläche drücken, drehen und schieben statt in den Monitor glotzen und auf dem Mousepad frickeln. Das könnte aber noch mit Max for Live evtl nachgeüstet werden. Damit kann man die Elemente von APC40 „umprogrammieren“. Denkbar wäre z. B. aus den Clip-Pads, welche für das Staren und Stoppen von Clips gedacht sind, als Drumpads oder Keyboard ala MPC-Style umzufunktionieren. Diese Feature ist aber jetzt (Stand Juni 2009) noch nicht releast. Ableton will das aber noch im diesem Jahr noch veröffentlichen. Also derzeit eher nicht für den Anfang zu empfehlen.

M-Audio Axiom 25 + Ableton Live Le
(http://de.m-audio.com/products/de_de/Axiom25.html)
Für ca. 160 EUR ein echter Preisknaller, da die Live Le Version gleich dabei ist. Hab an diesem Abend zum ersten mal Gelegenheit habt die abgespeckte Version von Live kennen zu lernen. Mit den meisten Begrenzungen (Vergleichstabelle) kann man anfangs bestimmt leben, ich fands aber trotzdem sehr abturnened die mitgelieferten Software-Instrumente kaum beeinflussen zu können. Da schielt man evtl. doch relativ schnell auf das Upgrade. Richtig Spass machts aber erst mit der Ableton Live Suite Version, weil hier richtig gute Instrumente wie der Operator und Sampler gleich dabei sind. Nicht zu vergessen die neue Groove-Konfigurationsmöglichkeiten der 8er-Version. Aber das Ganze wird dann richtig teuer. Aber für den Anfang sollte das auf jeden Fall reichen. Für den Betrag bekommt man eine gute Klaviatur incl acht Drumpads + Le-Version. Also jetzt schon Preissieger!

Native Instruments The Maschine (http://www.native-instruments.com/#/en/products/producer/maschine/)
Für das erste Modell dieser Produktgattung hat NI wirklich seinen Hausaufgaben gemacht. Das Prinzip von nahtloser Hard- / Software-Kombination ist sicherlich nicht neu aber in diesem Fall preiswert (ca. 580 EUR) wenn man das mit ProTools vergleich 😉 . Der Sequencer macht einen aufgeräumten Eindruck. Je nach dem wie sehr man mit anderen Tools vorbelastet ist, kann man ihn als zu simpel empfinden. Für einen Anfänger ist er aber genau richtig. Mir fehlt gerade noch die Praxiserfahrung um genauer drauf eingehen zu können. Für meinen Geschmack ist da evtl. zu viel nur mit Tasten-Kombis zu erreichen. Daran kann man sich aber gewöhnen, wenn ich mich an meine Roland MC-303 erinnere. Klassisch performen kann man mit den Drum-Pads, wenn man sie in den Mute-Mode schaltet. In diesem Bereich hat aber APC40 die Nase vorn. Durch die zwei LCDs muss man auch erstaunlich wenig auf den Monitor schauen. Wenn man deutlich mehr wie den M-Audio Axiom ausgeben mag, ist es wohl die bessere Wahl für den Start.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man mit Ableton Live tendenziell besser für die Zukunft  gewappnet ist, da es nach fast 10 Jahren Produktentwicklung ein Status als Standard entwickelt hat und somit der Austausch von Produktionen stark vereinfacht. Hier sei besonders das bald kommende Ableton Share (http://www.ableton.com/share)
zu nennen. The Maschine ist gerade erst auf dem Markt gekommen und man kann jetzt nur spekulieren in welche Richtung es mit dem Produkt geht. Für den Moment denk ich aber, dass es der schnellere Einstieg in die Materie ermöglicht und damit auch schneller Spass macht 🙂