DIY-Groovebox anno 1995

Oder: Meine erste Selbstbau-Groovebox

Ich hab mir gedacht, bevor ich über aktuelle Projekte von Synthbox berichte, kram ich mal ein bisschen und zeig erstmal die ersten Versuche einen Computer in eine coole MusicProductionEngine zu verwandeln. Der ist schon wirklich lang her: 1995. Da musste mein Amiga 1200HD dran glauben.

Amiga 1200HD (Quelle: wikipedia.de)

Wie der Amiga 500 wurde faste alle Hardware-Erweiterungen hinten oder an die Seite dran gesteckt. Das sah mit steigende Anzahl von Zusatzgeräten dann immer unübersichtlicher her. Nach kurzer „Planungsphase“ hab ich mich dann dran gemacht. Hier das Ergebnis:

Das Case ist aus schwarz lackiertem 10 mm Sperrholz. Damals das einzig bezahlbare für einen jungen Azubi 😉 Die Elektronik ist auf zwei „Etagen“ untergebracht. Unten Netzteil, der Stereo-Sampler, Midi-Interface und Floppy. Oben das Mainboard und Blizzard-Turbokarte (glaube 25 oder 50 Mhz 🙂 ). Auf dem Bild zwar nicht zu sehen: Ursprünglich war da ne 10 GB Festplatte eingebaut. Für die Zeit war das absolut gigantisch viel. Auf der Kiste hab ich dann meine ersten musikalischen Gehversuche gemacht. Als Sequenzer lieft hauptsächlich Bars and Pips und noch ein Tracker-Programm. Kann mich aber echt nicht mehr an den Namen erinnern.

Sehr lange war das Gerät aber nicht im Einsatz. Nur ein Jahr später musste sie der kommenden Groovebox-Generation weichen. Die Roland MC-303 wurde 1996 rausgebracht und ich war einer der ersten User. Mensch, lang is her 😉

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